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Remineszenzen V

An Tagen, an denen die eine Hälfte mit Smartphones schreibt, während die andere Hälfte bereits vom Kinderkriegen redet, fällt der jahreszyklische Tag, den man gemeinhin als Geburtstag bezeichnet. Geboren zu sein, eine Verantwortung, eine unfreie Entscheidung und deshalb eine lebenslange Rechtfertigung. Die Müdigkeit, die sich an genau solchen Tagen manifestieren kann, das Gefühl von Langeweile, […]

Heimat – Eine Regression

Manche besitzen alle Voraussetzungen um Glücklich zu sein und sind trotz alledem Unglücklich. Dabei bedeutet die bloße Abwesenheit von Unglück nicht automatisch das Besitzen von Glück. Meistens ist es die Heimat nach denen sich naturgemäß das sensible Gemüt des Menschen sehnt und die damit verbundene Hoffnung auf Glück. Die Kindheit, die fast immer das Gefühl von […]

Heimat- Eine Verstörung

Oft spürt man den Drang sein Dasein in andere Orte zu verlegen. Man nennt es bisweilen Heimweh und manchmal auch Fernweh, beides im Grunde das selbe Gefühl nur in entgegengesetzter Gehetztheit, je nachdem was man unter dem Begriff Heimat verstehen möchte. Ob man es eher unter dem Vorwand der saisonsbedingten Witterungsbedingung auffasst und seinen Ort […]

Präliminarien

Hier findet man Diverses über Kunst, Literatur, Musik, Allzuphilosophisches, Allzumenschliches und vorallem Unpolitisches. Dies soll gewissermaßen als Konglomerat, als Glasperlenspielerei ohne Rechtfertigungsbedürfnis gesehen werden – eine eklektische Ansammlung von Banalitäten, die um ihrer selbst Willen Genugtuung finden- als Erfurcht vor der Ungewissheit: Sinnreich aber dennoch zwecklos. Zwar mag so manches reaktionär wirken, wobei “subversiv” hierzu […]

Verlust

Gestehe, dass du glücklich bist, einst verloren den Ring des Polykrates, den du mit tiefster Inbrunst zu lieben wusstest. So kann nach dem herzergreifenden Verlust doch nur noch die Schicksalsumkehr eintreten und deinem gebrochenem Herzen zugute kommen. Nach tiefsten Herzeleid muss doch irgendwann der Augenblick kommen, in den man zu verweilen wünscht. Es muss sie […]

Zerfaserungen

Gefühle sind es, die uns vielmehr vereinzeln als einen. So sind wir Gefangene unseres emotionalen Solipsismus’ unserer eigenen Gefühlskälte. Insgeheim bereuen wir diese Unfähigkeit zur Fremdwahrnehmung, zu der Teilhabe an der Innenwelt des Anderen. Sprache wird dort unkenntlich, wo wir versuchen die eigene Innenwelt zu ergründen und mitzuteilen, da es nicht in ihrem Zwecke liegt, […]

Nokturne Adiaphorie

Wollüstig ziehst du die rauchige Luft in dich, benebelt und getrübt siehst du der Straßenlaternen kalter Lichter durch deine gläsrigen Augen und die hervortretende Dunstscheibe, die sich allmählich durch die Wolken schiebt. Weltabseitig drängen sich die Vollzähligkeit der Sterne ins Unendliche wie die Zerstreutheit deiner Seele. Geradliniges Fühlen fällt dir schwer, die Finsternis des matten […]

Remineszenzen III

Das Gefühl von Geborgenheit und Liebe ist mit deinem ewigen Landstreichertum unvereinbarlich. Das Gefühl von Heimat wurde dir von ihnen genommen, waren sie es doch die, die dir deine eigene Heimat unerträglich machten. Und doch sollten gerade diese Lehrer und Dogmatiker für deine Heimat begeistern, einen gesunden Patriotismus voranschreiten. Die Ungebundenheit an einen geographischen Ort […]

Remineszenzen I

Dein Teil wurde dir für immer entrissen, du verwahrst jedoch den anderen Teil in deinem tiefsten Inneren. Erinnerungen und Gefühle sind das was bleiben, die nicht vergessen werden und verschlossen bleiben. Sie bleiben tief verwurzelt als Teil deiner Selbst. Erinnerungen sind immer traurig. Erinnert man sich an etwas Schönes, sehnt man es herbei, erinnert man […]

Remineszenzen IV

In deiner Halbwelt schaust du auf die davorliegenden Bilder deiner Lieben, deiner Halbweltkomplizen. Was immer es koste, so war und ist dir die Glücklichkeit das wichtigste Versprechen was dir gegeben wurde. Versprochen wurde dir, Glücklich zu sein, ohne -oder mit dir, darin liegt kein Unterschied. Die Betonung liegt auf der Wesentlichkeit der Abwesenheit eines Dolorismus. […]

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festum asinorum

Proklamation eines androgynen Archetypus – Eine Erzählung Festum Asinorum: In noetischer Pietät, beginnen jene Vorbereitungen zu den Festlichkeiten des jahreszyklisch stattfindenden, hochfeierlichen Kirchenfestes. Und weil die Leiblichkeit gerade in jener beseelten Zeit zugunsten der nobilitas cordis zurücktreten sollte, begann man am 17. Dezember die Woche der Feierlichkeit mit einer andächtigen Prozession einzuleiten. Dieses Ritual hatte weit mehr als […]

Hofmannsthal_Hugo

Ballade des äußeren Lebens – Hugo von Hofmannsthal

Und Kinder wachsen auf mit tiefen Augen, Die von nichts wissen, wachsen auf und sterben, Und alle Menschen gehen ihre Wege. Und süße Früchte werden aus den herben Und fallen nachts wie tote Vögel nieder Und liegen wenig Tage und verderben. Und immer weht der Wind, und immer wieder Vernehmen wir und reden viele Worte […]

Biennale in Venedig 2013 – Schein, Schönheit und Dekadenz

Anschließend zur 55. Biennale in Venedig sind es chimäre Eindrücke die bleiben. Im Arsenale sind es vor allem schöne zeitgenössische Kunstwerke. Rundgänge durch die Viertel der Giardini von Venedig geben Einblicke in weitere Länderpavillons und kollaterale Ausstellungen. Wenn man davon ausgehen kann, dass es für die internationale Kunst eine Ehre sein darf, einen Pavillon innehaben dürfen […]

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Annäherungen – Drogen und Rausch von Ernst Jünger

Bereits  zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung 1970 war Jüngers Leben ohne Drogen nicht vorzustellen. Das Buch befasst sich mit der Kulturgeschichte der Rauschmittel in unterschiedlichen Regionen auf der Welt, z.B. Europa, Mexiko oder der Orient. Es stellt sich auch als autobiographisches Werk heraus, denn weiters berichtet Jünger darüberhinaus seine persönlichen Erfahrungen mit den Drogen, die natürlich […]